„Bürger für Bürger“ stellt Liste für die Kommunalwahl vor

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Listenkandidaten BfB zur Aufstellungsversammlung 18.12.2025

Von Anna Strokova, erschienen im Dingolfinger Anzeiger am 22.12.2025

Am Donnerstag fand die Aufstellungsversammlung der Wählergemeinschaft „Bürger für Bürger“ (BfB) statt, bei der die Kandidatenliste für die Stadtratswahl bei den Kommunalwahlen 2026 beschlossen wurde.

Für „Bürger für Bürger“ ist es nicht die erste Kandidatur. In den vergangenen sechs Jahren war die Wählergemeinschaft mit drei Stadträten im Dingolfinger Stadtrat vertreten und hat sich aktiv an der kommunalen Politik beteiligt.

Mit einer Begrüßungsrede wandte sich der amtierende Stadtrat und Initiator von BfB, Jürgen Ohr, an die Anwesenden. Nach seiner langjährigen und intensiven Arbeit im kommunalen Bereich habe sich seine Überzeugung weiter gefestigt, dass an der Gestaltung der Stadt vor allem Bürgerinnen und Bürger beteiligt sein sollten, die nicht an große Parteipolitik gebunden sind und in erster Linie im Interesse der örtlichen Gemeinschaft handeln. Ohr führt die Kandidatenliste von BfB an und tritt gemeinsam mit dem amtierenden Stadtrat Michael Grader zur Wahl an.

Perspektiven für junge Menschen

Nach Angaben von Ohr sieht BfB eine seiner zentralen Aufgaben darin, in Dingolfing attraktive Lebensbedingungen für Studierende und junge Familien zu schaffen. Junge Menschen, die in Dingolfing aufgewachsen sind, sollten in ihrer Heimatstadt eine Perspektive für ihre berufliche Entwicklung und ihr weiteres Leben sehen.

Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg sei die Erkennung der tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung und eine konsequente Arbeit an deren Umsetzung. “Ich glaube, ein wichtiges thema ist, dass man die Bedarfe der menschen eerkennt und dann dann auch wirklich ein Konzept daraus macht und das umsetzt, auch ganz klar sagt: Die Maßnahmen führen dazu, dass die Bedarfe und die Bedürfnisse erfüllt werden, und dass man das konsequent durchzieht”, sagt Ohr. Al seines der aktuellen probleme in der Stadtentwicklung nannte Ohr das fehlen eines einheitlichen Konzepts zur Ansiedlung von Investitionsprojekten.

Derzeit agiere die Stadt eher reaktiv und reagiere auf externe Anfragen, anstatt Unternehmen aktiv anzusprechen. Dies erschwere eine gleichmäßige und zielgerichtete Entwicklung der städtischen Infrastruktur und des privaten Unternehmertums. Die Leitung der Versammlung übernahm Franz Astor, Bürgermeister der Marktgemeinde Wallersdorf. Aster ist seit Langem mit Ohr bekannt und wurde selbst als unabhängiger Kandidat in sein Amt gewählt.

Er dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr politisches Engagement und ihre bereitschaft, Verantwortung für ihre Heimatstadt zu übernehmen.

Die Kandidatenliste von BfB umfasst Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Alters- und Berufsgruppen, darunter junge Fachkräfte, Studierende und Unternehmerinnen und Unternehmer im Alter zwischen 24 und 61 Jahren. Die meisten von ihnen haben Familien und verbinden ihre persönliche Zukunft mit Dingofling. Sie wollen die Stadt als einen Ort mitgestalten, in dem auch kommende Generationen leben werden.

Einstimmig beschlossene Kandidatenliste

Jürgen Ohr, Michael Grader, Dieter Schuler, Claudia Djukic, Eduard Schander, Marco Bianco, Olesja Schuller, Dominik König, Stefanie Merl, Irina Ruder, Daniel Wirth, Doris Kriener, Viktor Sommer, Andrea Harlander, Daniel Hochleitner, Nicole Schneider, Sebastian Kästle, Helene Braun, Valentina Nain, Sergej Jakobi, Michaela Dobler, Mareen Strunck, Annemarie Marasco, Irina Basal, Erwin Brungart, Maximilian Ohr, Tobias Ewender, Simon Franz, Elisabeth Tropmann, Margareta Kästle. Als Ersatzkandidat wurde Stefan Braun gewählt.

Zur Bürgermeisterkandidatur

Die Frage einer Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters bedarf nach Angaben von Ohr weiterer Gespräche. Es handle sich um eine Position mit großer Verantwortung, für die ein möglicher Kandidat sowohl fachlich als auch persönlich bereit sein müsse. Ohr betonte, dass der Rücktritt der bisherigen Bürgermeisters Armin Grassinger und die Ustände, die dazu geführt haben, für ihn und seine Kollegen ein großer Schock gewesen seien. Farnz Aster ergänzte, dieser Vorfall zeige erneut, wie wichtig demokratische Werte in der heutigen Gesellschaft seien. Der demokratischer Prinzipien müsse bereits auf kommunaler Ebene beginnen. Sollte sich BfB für eine eigene Bürgermeisterkandidatur entscheiden, werde diese in einer gesonderten Versammlung beschlossen.

In Kürze plant BfB in die aktive Phase des Kommunalwahlkampfs für die Wahlen 2026 einzutreten.

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